Trauer und Verlust

Verlust Ihres Kindes nach Fehl- oder Totgeburt

Ihr Kind ist während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt verstorben.
Intensive Gefühle belasten Sie.
Gedanken und Fragen gehen Ihnen durch den Kopf.

Wie geht das Leben für Sie weiter?

Wir finden mit Ihnen heilsame und kreative Wege,  den Schmerz anzunehmen, Abschied zu nehmen und Versöhnung mit Ihrem Schicksal zu erfahren.

Auf diese Weise kann es Ihnen gelingen, neue Perspektiven und Orientierungen sowie Zuversicht zu entwickeln.

Als betroffene Mutter oder Vater können Sie sich zu einem oder mehreren Einzelgesprächen sowie zu Paargesprächen in unseren Beratungsstellen anmelden.

Besonderes Angebot in unserer Beratungsstelle in Stade

In Stade steht Ihnen Frau Bontrup  in dieser schweren Situation zur Seite und nimmt sich Zeit für Ihre Gefühle, Gedanken und Neuorientierung. Einen Termin können Sie unter  0 41 41 - 4 05 88 57 mit Frau Bontrup vereinbaren.

Hier gelangen Sie direkt auf die Homepage unserer Beratungsstelle in Stade.

Besonderes Angebot in unserer Beratungsstelle in Hildesheim

Sternstunde für Angehörige von Sternenkindern in Hildesheim

In der Sternstunde in Hildesheim können sich Angehörige von Sternenkindern kennenlernen, austauschen und erinnern. 
Sobald es die Corona-Pandemiesituation wieder erlaubt, werden wir uns wieder um 19.00 Uhr im Gemeindehaus St. Joseph in Hildesheim treffen.

Fragen zur Sternstunde beantwortet Ihnen Frau Christiane Struck gern unter 0 51 21-99 85 65/67.

Der Mensch heißt Mensch, weil er erinnert, weil er kämpft und weil er hofft und liebt, weil er 
mitfühlt und vergibt.

Und weil er lacht. Und weil er lebt.

Du fehlst.
(Herbert Grönemeyer: „Mensch“)                        
                                         

Es ist ein Abschied für immer – ein Kind stirbt oder wird tot geboren – Eltern bleiben zurück.
Da ist es egal, ob es nur eine kurze Zeit diese Erde gestreift hat oder als erwachsenes Kind 
gestor- ben ist – Eltern trauern.

„Es zieht einem den Boden unter den Füßen weg“, versucht eine Mutter die Gefühlsflut zu be- 
schreiben. „Zunächst hatte ich gar nicht verstanden, was passiert war. Erst nach Wochen begriff 
ich, dass mein Kind nie wieder kommen wird.“
Dann beginnt oft eine verwirrende Suche nach einem neuen Weg durch das Leben. Ein paar Bei- spiele: 
Arbeitsversuche werden wieder abgebrochen und lange Krankschreibungen folgen. Einfa- che 
Besorgungen für den täglichen Bedarf sind unendlich schwere Aufgaben oder gelingen nicht. Oder der 
vermeintliche Alltag ist eine Achterbahn der Gefühle. Die Pläne von der „eigenen Fami- lie“ – sie 
sind dahin. Da ist auf einmal ganz viel Leere. Nach außen hin scheint alles zunehmend geregelt zu 
verlaufen. Aber im Inneren ist es eine Gradwanderung zwischen irgendwie zu überle- ben und völlig 
in sich zu versinken. Das ganze Leben fühlt sich an wie in einem andauernden Dämmerzustand.
Eine weitere Erfahrung ist: Der zunächst intensive Kontakt von Helfenden lässt nach. „Da meldet 
sich keiner mehr. Die können mit mir nichts anfangen und wissen nicht, was sie sagen sollen.“, sagt 
ein Vater, enttäuscht von Freunden und Familie.
Es ist schwer für Freunde, Verwandte, Nachbarn und auch Kolleginnen und Kollegen, mit trauern- den 
Eltern umzugehen.
„Was kann ich für trauernde Eltern tun?“, werden Begleitende häufig gefragt. Die Antwort ist so 
undenkbar schlicht: „Nicht viel.“
Ratschläge helfen nicht. Die Sprachlosigkeit aushalten, einfach nur anwesend sein und ein Gefühl 
der Solidarität geben, das ist in den ersten Wochen und Monaten nach dem Verlust eines Kindes 
überlebenswichtig.
Es gibt nichts, was tröstet. Alles schmerzt und die Trauer nimmt jeden Moment des Tages ein. Es ist 
der erste Gedanke nach dem Aufwachen, der letzte Gedanke vor dem Einschlafen und es sind oft auch 
die quälenden Gedanken in der Nacht.
Wenn es gelingt, gemeinsam und oft schweigend den Weg zu gehen, ist das in dieser Phase die größte 
Hilfe. Zuhören und zum wiederholten Male dem Erlebten Raum lassen, das ist es, was trauernde Eltern 
brauchen.
In Hildesheim gibt es Selbsthilfegruppen für trauernde Eltern, deren Kinder vor, während oder kurz 
nach der Geburt gestorben sind – die Sternenkinder. Diese Eltern treffen sich zu den „Stern- 
stunden“.


Eine andere Gruppe ist für Eltern, deren Kind älter war oder auch schon erwachsen. Das ist die 
Gruppe „verwaiste Eltern“.
In den Gruppen tauschen betroffene Eltern ihre Erfahrungen aus. Dort können sie gemeinsam ih- ren 
Schmerz und ihre Trauer teilen und aushalten. Daraus ergeben sich Hinweise, vielleicht Lö- sungen 
für aktuelle Fragen und oft Ausblicke auf zukünftige Themen. Eltern reflektieren über die Treffen: 
„Wir hören die Erzählungen der anderen Teilnehmenden und entdecken daraus eigene Möglichkeiten, mit 
Gefühlen und unserer Umwelt umzugehen. Wir sprechen eigene Gefühle und Erfahrungen aus und entladen 
so unser inneres Chaos. Hier können wir als Expertinnen und Ex- perten in eigener Sache voneinander 
profitieren.“ Eine Mutter drückte es so aus: „Zunächst brauchte ich die Bestätigung, dass ich das 
überleben kann. Da sitzen Menschen, die schon seit mehreren Jahren diesen Verlust aushalten.“
Ein weiteres Resümee ist: „Wir lernen irgendwann, dass die Trauer zu uns gehört und unser Le- ben 
auch mit der Trauer um unser Kind kein schlechtes ist. In der Gruppe können wir ganz ehrlich sein 
und müssen uns nicht rechtfertigen. Wir weinen und lachen miteinander und sind sicher, dass wir 
voneinander wissen, dass ein Lachen nicht das Ende der Beziehung zu unserem Kind ist. Das ist ein 
Lern- und Heilungsprozess. Hier dürfen wir sein, wie wir gerade sind. Die Bindung zu unseren 
verstorbenen Kindern wird immer bleiben. Sie sind ein Teil von uns! Sie sind nun nicht mehr auf 
dieser Welt, aber stets in unserer Erinnerung und in unserm Herzen. Wir möchten über sie sprechen 
können, wie das auch Eltern tun, deren Kinder leben. Wir nehmen sie überall mit hin. In jedem 
Urlaub, auf jeder Feier und jeden Morgen beim Frühstück sind sie dabei. Solange wir leben und uns 
an sie erinnern, sind sie nicht vergessen.“
Trauer braucht Zeit. Leider ist sie nicht nach einem Jahr plötzlich vorbei. Die Erfahrung zeigt, 
dass Teilnehmende zum Teil mehrere Jahre dabei sind. Manche kommen nach Unterbrechungen wie- der 
und einige sind nur punktuell dabei. Was anfangs überlebenswichtig war, wird zum Ritual, bei dem 
wenigstens noch einmal im Monat der Name des Kindes genannt werden darf und die Trauer nicht 
ausgegrenzt wird. Hier ist regelmäßig bewusst Zeit, sich der eigenen Trauer zu stel- len und Zeit 
für sie zu haben.
Vielleicht möchten Sie Kontakt zu einer der Gruppen aufnehmen. Sie sind herzlich willkommen! Wir 
bitten vorab um einen Erstkontakt mit den Verantwortlichen.


„STERNSTUNDEN“: Ein Treffen für Eltern deren Kind vor, während oder kurz nach der Geburt ver- 
storben ist.  3 x im Jahr, montags, 19:00 Uhr in St. Joseph, Marienburger Str. 135, 31141 Hildes- 
heim. Das nächste Treffen ist am 20.06.22.
Kontakte:
Christiane Struck, hildesheim@donumvitae.org
Sabrina u. Robert Golz, sternenkinder-hildesheim@gmx.de
Angelika Röde, Klinikseelsorgerin im Helios-Klinikum Hildesheim, angelika.roede@helios-gesund- 
heit.de, 05121-894-1473, www.helios-gesundheit.de/kliniken/hildesheim-->Sternenkinder


„VERWAISTE ELTERN“:  Eine Gruppe für trauernde Eltern. Treffen am 2. Mittwoch im Monat um 20:00 Uhr 
in St. Joseph, Marienburger Str. 135, 31141 Hildesheim
Kontakte:
Stefanie Ehrhardt-Weiss
Claudia Scholz, Gemeindereferentin in der Kath. Pfarrgemeinde St. Godehard, scholz@veihu.de, 
www.veihu.de oder claudia.scholz@bistum-hildesheim.net, 05121-2829034
 

Aktion Sternenbärchen - kleine Seelentröster

Bitte wenden Sie sich an Frau Christiane Struck unter der Tel.-Nr. 0 51 21-99 85 65.

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